Ausgezeichnet 2007 mit dem Bundesschulpreis!!!

Unseren Berufswahlfahrplan finden Sie hier im Wordformat!
Schon
seit langem ist die Berufswahlvorbereitung ein wichtiges Thema für alle Schulen
geworden. Dies gilt besonders für die Schulformen, die die Jugendlichen nach
Abschluss der Sekundarstufe I entlassen. So gibt es bereits seit 1984/85 an
unserer Schule das Schülerbetriebspraktikum für die Schülerinnen und Schüler
der Jahrgangsstufe 9. Im Laufe der folgenden Jahre wurde kontinuierlich an einem
Programm zur Berufswahlvorbereitung gearbeitet. Diese Vorleistungen sollen nun
systematisiert und zu einem zentralen Punkt der städtischen Realschule gemacht
werden.
In
Zeiten schwieriger Bedingungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist es
besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler angemessen auf die
wichtige Berufswahlentscheidung vorbereitet werden.
Hier
hat die Realschule als allgemeinbildende Schule den Auftrag, im Rahmen einer
allgemeinen Orientierung auf den Bereich Arbeit
und Wirtschaft
·
alle Schülerinnen und
Schüler zu befähigen und ihre Bereitschaft zu fördern, Strukturen der
Wirtschafts- und Arbeitswelt und deren rasche und grundlegende Veränderungen zu
erkennen
·
Möglichkeiten der
verschiedenen Formen von Arbeit in der Wirtschafts- und Arbeitswelt zu erschließen
und für sich zu nutzen
·
den Schülerinnen und Schülern
ein möglichst breites Spektrum von Berufsfeldern vorzustellen
·
die Schüler zu befähigen,
im Laufe ihrer Schulzeit verantwortliche Entscheidungen zum Einsatz ihrer
Arbeitskraft im Wirtschafts- und Arbeitsleben treffen zu können (Dies setzt u.
a. voraus, dass die eigene Berufswahl nach rationalen Kriterien getroffen wird.
Hierbei ist es besonders wichtig, die Stärkung der Mädchen im
Berufswahlprozess zu berücksichtigen.)
Die
Erreichung dieser Ziele gebietet, dass die Berufswahlvorbereitung möglichst
viele Fächer einbezieht. Zudem müssen Lernformen ermöglicht werden, die von
den Schülerinnen und Schülern Verantwortung, Handlungsbereitschaft, die Fähigkeit
im Team zu arbeiten und Selbständigkeit verlangen.
Ein
schuleigener, fächerübergreifender Lehrplan zur Berufswahlorientierung liegt
bereits vor. Er enthält für die meisten Fächer die Unterrichtsreihen, die die
einzelnen Fachbereiche zur Berufswahlorientierung der Schülerinnen und Schüler
– verbindlich – anbieten. Es ist Aufgabe der Fachkonferenzen, ihre Beiträge
mit Blick auf das Ziel Berufswahlvorbereitung immer
wieder zu überprüfen und zu optimieren.
·
Das dreiwöchige Schülerbetriebspraktikum
(SBP) ist eingebunden in das Gesamtkonzept der Berufswahlvorbereitung durch
Schule und Berufsberatung. Es bietet den Jugendlichen der Klassen 9 die Möglichkeit,
die Berufs- und Arbeitswelt unmittelbar kennen zu lernen, mit ihrer sozialen
Wirklichkeit vertraut zu werden und sich kritisch mit ihr auseinander zu setzen.
Das Schülerbetriebspraktikum wird in den letzten drei Schulwochen vor den
Osterferien durchgeführt. Es wird schwerpunktmäßig im Politikunterricht vor-
und nachbereitet. Die Praktikantinnen und Praktikanten werden von Lehrerinnen
und Lehrern, die in den Klassen 9 unterrichten, betreut. So lernen diese die
Betriebe vor Ort kennen, was für die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen
der Realschule Oelde und der heimischen Wirtschaft eine wichtige Voraussetzung
ist. Die Schule unterstützt selbstverständlich
die Schüler, die in den Ferien ein zweites, freiwilliges Praktikum machen
wollen.
·
In der Jahrgangsstufe 8
wird seit dem Schuljahr 2000/2001 das dreitägige Projekt Jungen und Mädchen durchgeführt, inklusive einer Exkursion zur
DASA nach Dortmund, in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern Ahlen und Beckum.
Während der Projekttage wird die Schülerin/der Schüler u. a. mit folgenden
Fragen konfrontiert: Wer bin ich? Wie schätze ich mich ein, wo liegen meine Stärken
und Schwächen? Wie schätzen mich andere ein? Welche Fähigkeiten werden benötigt,
u. a. in der Berufs- und Arbeitswelt? Wie sieht meine Zukunft aus, u. a. meine
berufliche Zukunft?
Ein wichtiges Ziel dieser Projekttage ist es,
die typisch geschlechtsspezifische Berufswahl vieler junger Menschen in Frage zu
stellen und so das Spektrum in Frage kommender Berufe deutlich zu erweitern.
·
Betriebserkundungen sind fest in das Gesamtkonzept zur Förderung der Berufswahlfähigkeit
eingebunden.
Die Klassenlehrer/Fachlehrer entscheiden mit
der Schulleitung darüber, in welchem Jahrgang (schwerpunktmäßig Klasse 9/10),
zu welchem Zeitpunkt und in welchem Fach Erkundungen durchgeführt werden
sollen.
·
Berufsberatung und Schule haben im Rahmen der Berufswahlvorbereitung den
gemeinsamen Auftrag, die Entscheidungskompetenz gezielt anzubahnen, auszubauen
und zu stärken. Die Berufsorientierung durch den Berufsberater beginnt an
unserer Schule bereits ab der 8. Klasse. Sie richtet sich aber nicht ausschließlich
an die Schülerinnen und Schüler, sondern auch an deren Erziehungsberechtigte.
Die Angebote der Berufsberatung sind sehr vielfältig. U. a. sind dies
regelmäßige Info-Treffs zwischen dem Berufsberater vor Ort, Herrn Kinder, und
den Jugendlichen, Info-Abende für Eltern und Schüler, der BIZ-Besuch Anfang
der Klasse 9, das Bewerbungstraining, verschiedene Einstellungstests,
individuelle Beratungsangebote zur Berufswahlfindung und die Vermittlung von
Ausbildungsstellen, die Beratung über weiterführende Schulen und nicht zuletzt
eine Medienkombination aus mehreren Arbeitsheften, PC-Programmen und
Informationsschriften der Berufsberatung.
·
Die Kooperationsmöglichkeiten mit der heimischen Wirtschaft sind
vielfältig und ausbaufähig. Neben der Betriebsbesichtigung besteht die Möglichkeit
eines Bewerbungstrainings mit einem Ausbildungsleiter einer Firma durchzuführen.
Dies gilt ebenfalls für das Vorstellungsgespräch. Zum Thema Ausbildungsvertrag
gibt es bereits positive Erfahrungen einer Zusammenarbeit wie z. B. mit den
Ausbildungsleitern größerer Firmen, ebenfalls bei dem Thema „Der Betriebsrat
und seine Mitwirkungsmöglichkeiten“. Bei Fachkonferenzen, die z.B. das Schülerbetriebspraktikum
oder die Berufswahlvorbereitung zum Thema haben, sollten Vertreter aus Oelder
Betrieben eingeladen werden, um die Erwartungshaltungen der Firmen kennen zu
lernen.
Ansprechpartner
für die Oelder Betriebe ist Herr Stefan Hofene.
·
„Mach mit!“ ist eine Veranstaltung heimischer Betriebe und der Wirtschaft vor Ort für
die weiterführenden Schulen in Oelde. Hier dreht sich alles um das Thema
Berufsberatung. Angebote sind u.a. Talkrunden mit Ausbildungsleitern bzw.
Personalchefs von Oelder Betrieben, Bewerbungstechniken, individuelle
Bewerbungen am PC bis hin zu Einzelgesprächen mit Mitarbeitern der am Projekt
„Mach mit!“ teilnehmenden Betriebe. Diese Veranstaltung wird es in Zukunft
alle zwei Jahre geben, an der die Klassen 8 und 9 unserer Schule teilnehmen.
Die
Betreuung der Schülerinnen und Schüler während des SBP wird von fast allen in
der Jahrgangsstufe beteiligten Fachlehrer vorgenommen. Wir erhoffen uns dadurch
eine intensive Beziehung zur heimischen Wirtschaft.
Geplant
sind weiterhin Betriebsbesichtigungen des gesamten Kollegiums.